Dinah von der Koppel reinholen – nicht ganz so einfach

Nach ein paar weiteren Koppelbesuchen wollte ich Dinah mal wieder von der Koppel holen. Als sie mich kommen sah, dachte sie jedoch: nee, ich will noch nicht von der Koppel runter – sie fing an, über die Koppel zu galoppieren und nahm ein ziemlich schnelles Tempo auf.  Immer kurz vor dem Zaun legte sie eine Vollbremsung hin. Ich dachte schon, sie rutscht gleich durch den Zaun, aber sie kam zum Glück jedesmal noch zum Stehen. Ich kam nur gar nicht an sie heran. Gut, dass ihre Kondition noch nicht so stark war – sie kam dann irgendwann von allein zum Halten und ich konnte sie an den Strick nehmen. Hoffentlich ist den Füßen nichts passiert. Wir hatten Glück – diesmal.

Nach weiteren drei Koppelgängen, bei denen das Einfangen gut geklappt hat, machte Dinah es wieder. Als sie mich kommen sah, rannte sie los – die Koppel hoch und runter und machte am jeweiligen Zaunende eine Vollbremsung. Ich hoffte nur noch, dass sie nicht durch den Zaun durchrannte oder -rutschte. Als ich sie nach gefühlten unendlich langen Minuten eingefangen und in die Box gestellt hatte, schaute ich mir die Beine an. Vorne rechts war die gesamte Röhre geschwollen. Ohje. Wir sind dann mal drei Tage Schritt gegangen und haben Tonerde auf das Bein gemacht. Habe ich schon erwähnt, dass Hinstehen – und vor allem Hinstehen beim Abspritzen fest gewordener Tonerde – nicht ihre Stärke ist? Es war ein Kampf den ich mit Führkette, Trense und Konsequenz versucht habe zu gewinnen. Was mir nicht gelang ….

Bis ich es aus lauter Verzweiflung mal mit dem Positiven versucht habe und ihr Heu in eine Schüssel vor die Füße legte oder alle paar Minuten ein Leckerli gab. Diesen Weg wollte ich eigentlich nicht gehen, da Dinah sowieso sehr gerne bettelte und scharrte. Aber irgendwann wurde sie durch den Positiveffekt immer ruhiger und ließ sich auch ohne Leckerli wunderbar abspritzen.

Der Fuß wurde zwar besser, aber es ging nicht ganz weg. Deshalb holte ich am vierten Tag den Tierarzt. Er sagte zum Glück, dass es nur eine Prellung war. Wir sollten 3 – 4 weitere Tage Schritt gehen und dann langsam wieder mit Trab anfangen.

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